Servicewüste Deutschland. Der Kunde ist König. Schöne japanische Einkaufswelt.
Wie oft haben wir schon im Fernsehen gesehen, dass es in Deutschland nicht gut zugeht in den Geschäften und die Verkäufer eigentlich alles unfreundliche Typen sind, die nur eines wollen: Ihre Ruhe und schnell in den Feierabend.
Mir glaubt kein Mensch, wie satt ich diese Einstellung habe. Hat sich jemand jemals Gedanken gemacht, dass es vielleicht auch daran liegt, dass der Kunde in Deutschland auch einfach nur versnoppt ist? Oder zuviel erwartet?
Schaut her, wir fahren nach Japan und da waren alle trotz unserer ausgefallenen Wünsche sehr freundlich. Natürlich waren Sie das, war wahrscheinlich auch der einzigste schwere Kunde an diesem Tag.
Der Kunde ist König!
Stimmt, dass sollte er auch sein. Der Kunde muss gut behandelt werden und er soll auch wiederkommen, man sollte natürlich auf seine Bedürfnisse eingehen und ihm den größtmöglichen Service bieten. Denn nur so wird aus einem “normalen” Kunden ein Stammkunde.
Aber:
Der Kunde ist König und nicht der Kaiser!
Darf der Kunde alles verlangen und erwarten? Ich behaupte nein! Jeder Verkäufer hat seinen gewissen Druck und kann nicht zum 30x den gleichen Computer vorführen, während dessen 20 Kunden auf Beratung warten. Nun erzählt mir bitte niemand das dann mehr Verkäufer benötigt werden, dass ist nicht immer möglich.
Ein gutes Beispiel bei mir ist eine ältere Dame die relativ viel Lotto spielt, zwar “nur” kleine Beträge, dafür aber viele Scheine. Nun ist es so, dass die Dame Woche zu Woche grundsätzlich im Feierabendverkehr kommt und alle Lottoscheine kontrolliert haben mag. Kein Thema. Nun schmeißt sie die alten Zettel aber nicht weg, sondern bringt sie die Woche drauf wieder mit und lässt sie WIEDER kontrollieren. Das heißt, die Kunden bringt Woche für Woche immer 20, 30, 40 Lottoscheine mit. Teilweise schon verfallen oder ausgezahlt.
Irgendwann ahbe ich ihr gesagt, dass es natürlich Okay ist wenn sie die Lottoscheine wieder mitabgibt, aber das nicht mehr in den Stoßzeiten tuen soll. Ansonsten muss Sie in Zukunft warten bis ich Zeit habe.
Am Ende vergraule ich mir sonst die Kunden, weil diese gestresst sind, wenn sie immer solange warten müssen.
Noch ein Beispiel: Lampenwechseln. Ich kann nicht im Stoßverkehr, wenn ich alleine bin eine Lampe wechseln. Dumm das das aber kaum ein Kunde versteht. “Ich bin hier an einer Tankstelle und Kunde. Da wird das ja wohl möglich sein und zum Service gehören!”, dass sind übrigens die Kunden, die meckern wenn sie solange an der Kasse warten müssen.
Nein es tut mir leid, SO ETWAS GEHT NICHT EINFACH MAL SO! Vor allem bei manchen Autos wo der halbe Scheinwerfer ausgebaut werden muss.
Wieso wir nicht noch jemanden einstellen der das dann macht? Weil kein Kunde dafür bezahlen würde, wie oft wechsel ich denn eine Viertelstunde einen Scheinwerfer und die Leute geben auch kein Trinkgeld? Oft genug.
Natürlich hat jeder Kunde verdient, soviel Service wie möglich zu bekommen und jeder Verkäufer sollte sein bestmögliches tuen, damit der Kunde zufrieden der Laden verlässt, aber jeder sollte sich im klaren sein:
ShareWie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.

Das mit dem Kunde ist König, haben wir abgeschafft.
Bei uns ist der Kunde (Stamm-) Gast !
Wir sind gute Gastgeber und bemühen uns nach Kräften es unseren Gästen angenehm zu machen, aber unverschämte oder ausfallende Gäste fliegen hochkant raus.
Das mit der Dame am Lotto verstehe ich aber nicht ganz.
Wenn der Lotto-Schein abgelaufen und ausbezahlt ist, musst du Ihn doch sowieso aufheben/einziehen ?
Und beim Birne wechseln sag ich auch immer, ist z.Zt. viel los, aber sie können schon einmal neben das Gebäude fahren, ich komme asap.
Manche warten, manche nicht.