Geplatzter Schlauch

Ich sitze noch im Büro, bereite mich auf meinen anstehenden Kassendienst vor als die Kassiererin ins Büro gestürmt kommt.
“Da steht ne Kundin an der Nummer 2 und tankt. Der läuft das ganze Benzin wieder unten am Auto raus.”

Verdammt, das können nun zwei Liter sein, genauso wie 20. Ich schnappe mir noch schnell aus dem Lager das Kraftstoffbindemittel und beeile mich raus. Nachdem ich überprüft habe, dass sie auch nicht weiter tankt (lacht nicht, viele vergessen das durch den Schreck) habe ich erstmal einen Behälter unter das Auto gelegt um weiteres Auslaufen auf der Fahrbahn zu vermeiden und einen kleinen Ring Bindemittel um das Auto gestreut.
Nachdem ich dann den Werkstattbesitzer gerufen habe, stellte er fest, dass der Schlauch zum Kraftstofffilter gerissen ist und wir das Auto erstmal neben die Werkstatt schieben müssen.
Danach habe ich erstmal eine Viertelstunde lang Bindemittel streuen und kehren dürfen.
Wer Kraftstoffbindemittel nicht kennt: Leicht geklumptes, gelbes Pulver.
Glaubt mir, dass Kehren macht bei kräftigem Wind keinen Spass. Probiert das mal mit einem Kilo Puderzucker vor der Tür…

Das ganze ist zum Glück noch glimpflich ausgegangen. Während meiner Ausbildungszeit hat es eine Kundin mal geschafft 100 Liter Super auslaufen zu lassen, ohne zu merken das sie mit den Füßen mitten in dem kleinen Teich steht und es wahnsinnig Kratzt in der Nase.
Da ‘darf’ man schnell mal die Fahrbahn absperren und die ganze Sauerrei beseitigen, bevor noch ein paar Autos durch die Benzinlache fahren!

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