Laut zwei Kunden hat sich doch tatsächlich eine Interessengemeinschaft gegen meine Tankstelle gegründet, nachdem der Vorstoß per Ordnungsamt der Anwohner wohl ins Leere gelaufen ist. Zumindest im Endeffekt.
Gut, ja warum denn auch nicht. Ich meine, ist deren gutes Recht. Interessiert mich allerdings nur wenig bis garnicht. Man sollte ehrlich sein, diese IG wird maximal 30 Personen umfassen. Davon maximal 10 bis 15 Personen mit wirklichen Interessen, der Rest aus einem Freundschaftsdienst.
Überlege gerade, ob ich auch eine IG gründen soll. Wie wäre es mir:
IG dagegen das wir dafür sind oder IG “für IG Anti-Tankstelle”.
Das beste ist ja eigentlich, dass noch keine der betreffenden Personen jemals an mich Persönlich herangetreten ist. Andererseits, wofür auch, ich kenne ja die zwei Initiatorinnen. Und für beide habe ich schon starke Einschränkungen an der Tankstelle vorgenommen und zwar ohne öffentlichen Zwang oder desgleichen. Einfach nur als Nachbarschaftsdienst.
Feige, Feige, Feige…
Tja, so sind Sie halt, die Leute. Es gibt immer mehr Bürgerinitiativen gegen irgendwas – Atomstrom ist Scheiße, Strom aus Windkraft ist gut. Zumindest solange solch ein Mast in mindestens fünf Kilometer Entfernung steht. Ist das nicht der Fall, ist Windkraft auch kacke und es wird dagegen gekämpft und demonstriert, mit allen Mitteln.
Geiz ist geil, auch im Supermarkt. Zehn Cent mehr für ein Stück Butter, damit der Bauer auch was davon hat? Das geht ja gar nicht, schließlich verschandelt der das Feld vor der heimischen Haustür und versaut einem so den sonntäglichen Spaziergang.
Der Staat ist hochverschuldet, Politiker müssen sparen. Klar, solange es nicht an die eigene Brieftasche geht. Wenn das der Fall ist, soll alles so bleiben wie es ist. Die nachfolgenden Generationen werden es schon richten, irgendwie.
Diese Aufzählungen könnte man endlos fortsetzen – Anspruch und Wirklichkeit liegen halt weit auseinander.