30. Juli 2010 ~ 1 Kundenmeinung

Die machen das aber besser!

Ein älterer Kunde, ich schätze ihn zwischen Mitte und Ende Siebzig, wollte eine Außen- und Innenreinigung haben. Bisher würde sein Nachbar das Auto mit zur Arbeit nehmen und Abends wieder bringen. Dort würde das Auto dann für 50€ gereinigt, er wäre schon sehr zufrieden mit der Arbeit dort, aber er hat dann den ganzen Tag kein Auto.
Ob ich ihm das machen könne. Natürlich, inklusive das Heimfahren und wieder Abholen des Herren, kein Thema.

Ich hatte also das Auto gereinigt, war kurz nochmal etwas besorgen und als ich wieder kam, stand der Mann schon am Auto.

“Das war wohl nix mit Sauber machen, oder?”
Wieso?
“Na ist ja nix gemacht worden!”
Darf ich Fragen, wie Sie zu der Annahme kommen?
“Na so Blind kann man doch nicht sein!!! Schauen Sie doch alleine mal HIER.”
Sie meinen in der Schiene, ganz hinten am Sitz?
“Genau!”
Da komme ich nicht dran, ohne den Sitz auszubauen!
“Die anderen haben das immer gemacht! Und hier, da ist auch noch Dreck!”
Hinter den Lüftungsschlitzen… Klar. Da auch noch!
“Und die Polster sind auch nicht gereinigt!”
Die Polster…
“Und die Leister zwischen Kofferraum und dem Deckel!”
Noch was?
“Nein, reicht ja auch!”
Guter Mann. Wissen Sie eigentlich, dass wir hier über 35€ reden? Dafür soll ich Sitze ausbauen, Polster reinigen und Lüftungsschlitze ausbauen? Ich habe nie behauptet, dass ich das mache. Der Dreck hier am Kofferraum. Sie haben recht, dass ist nicht gut und hier ist mir ein Fehler unterlaufen. Wenn Sie noch fünf Minuten Zeit haben, dann behebe ich Ihnen das!
“Aber die anderen machen das!”
Wo arbeitet ihr Nachbar denn, dass man das da für 50(!!!) Euro macht?
“Der Arbeitet in der Behindertenwerkstatt und die machen das dann den ganzen Tag!”

Ich hab dem Mann dann erklärt, dass ich hier raus bin. Ich meine, köperlich oder geistig Behinderte Menschen sind ja nicht zu Doof ein Auto zu putzen. Vielleicht ein bisschen langsamer. Wenn überhaupt.
Und für die ist das mit Sicherheit mal eine gelungene Abwechslung und wenn die Herren und Damen dann noch einen ganzen Tag das Auto putzen “dürfen” (Hoffe ich mal!), wie soll ich dagegen halten. Mit 35€?

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29. Juli 2010 ~ Keine KundenKunden

Updates sind nicht immer gut

Einer der größten, wenn nicht sogar der größte, Kassenhersteller für Tankstellen hat gestern für seine Kassen ein Update verteilt. Durch dieses Update werden aber im Moment die Leitungen unseres Dienstleisters für Kartenabrechnungen blockiert, da geht im Moment wenig. Das hat natürlich zur Folge das es zum einen Probleme bei der Kartenzahlung gibt, zum anderen wickelt unsere Mineralölgesellschaft über diese Firma auch die Übertragung der Wettbewerbsdaten ab, wir bekommen dadurch also im Moment keine Preisgenehmigungen.

Wie früher also wieder Umstellen per Hand, Kartenzahlungen zwei oder drei Minuten später nochmal probieren und hoffen, dass dann alles glatt läuft.
Kann man sowas vorher nicht testen und berechnen?

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23. Juli 2010 ~ 1 Kundenmeinung

Dumme, dumme Zufälle

Gestern Morgen hatten wir einen Stromausfall von circa zwei Sekunden, also eigentlich nichts. Alle wichtigen Systeme (Kasse, Zapfsäulen, Alarmanlage etc) waren per batteriebetriebener USV von dem Ausfall geschützt und demnach musste ich eigentlich nur mein WaWi-System im Büro neu starten. Was aber kein sonderliches Problem ist, da diese die Daten von der Kasse von einem zwischengeschalteten Server bezieht, der auch an der USV hängt.
Einzigst die Klimaanlage fand das ganze nicht sonderlich toll und blies eigentlich nur warme, müffelnde Luft durch den großen Ventilator, statt 24°C mussten wir also bei 32°C arbeiten, geschätzte Luftfeuchtigkeit von 80% durch das andauernde Gewitter.
Schweiß oder eher Kondenswasser, so klar war das nicht.

Selbst ist der Mann. Natürlich. Nur jeglich hektisches Rumdrücken, wollte die orange-blinkende LED nicht erlöschen lassen. Anruf also bei der Wartungsfirma. Deren Tipp, die Sicherung einfach mal auszuschalten und zehn Sekunden später wieder reinzudrehen, brachte mir leider keine Hilfe. Der Monteur würde dann am nächsten Tag kommen und siehe da, heut morgen war er tatsächlich hier. Ob ich das mit der Sicherung schon gemacht hätte? “Klar.”, okay, dann fällt das raus. Er grabbelte auf das Dach, überprüfte dort alles. Dann schaute er sich die Klimaanlage im Shop näher an und telefonierte mit dem Kundendienst des Herstellers, aber was er auch in den 50 Minuten probierte, der Fehler lies sich nicht beheben.
Doch nochmal das mit der Sicherung probieren.

Schön Kalt hier… Scheiss Zufälle.

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20. Juli 2010 ~ Keine KundenKunden

Personaltoilette

Antonia hat eine Frage:

Hallo Patrick,

dir ist doch klar, dass du langsam zu einem Star wirst….
Wo ist deine Tanke denn?

Frage: ich hatte mich zuletzt gefragt warum haben die meisten Tanken ein Klo für Kunden und ein für Personal: ist es so behördlich vorgeschrieben oder wollen die Chefs so?
Danke………

antonia

Also als erstes muss ich kurz dazu sagen, dass ich bestimmt nicht zum Star tauge und das mit Sicherheit auch nicht werde. Der Schuh ist dann doch etwas zu groß und A-Blogger gibt es schon genug in Deutschland.
Die Tankstelle liegt im unmittelbaren Umkreis von Mainz und wer hier in den Blogeinträgen wühlt, wird innerhalb kürzester Zeit den richtigen Ort finden. Ein bisschen Spass muss sein.

Zu der hauptsächlichen Frage: Ich muss zugeben, dass ich nicht genau weiß, ab wann eine Personaltoilette vorhanden sein muss und ob es ein entsprechendes Gesetz gibt.
Allerdings haben die meisten Tankstellen nochmals extra Personaltoiletten, da die Gäste WC’s sich außerhalb des Gebäudes befinden und man den Shop schlecht komplett alleine lassen kann und man einen kurzen Weg von Kasse zur Toilette garantieren will. Das liegt auch daran, dass viele Tankstellen oft oder grundsätzlich nur mit einer Kassenkraft besetzt sind.
Weiterhin braucht das Personal, vor allem in den warmen Monaten, auch ein paar Drogerieprodukte, wie zum Beispiel Deo, dass dort auch gelagert wird. Frauen haben alle paar Wochen natürlich ihre speziellen Bedürfnisse, weshalb viele Personaltoiletten in ganz Deutschland mit entsprechenden Produkten bestückt sind.
Der Hauptgrund liegt, wie schon geschrieben, eben an der Entfernung zur Kasse.

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20. Juli 2010 ~ 1 Kundenmeinung

Falsche Ansprache

Über einen Lieferanten bekam ich das Angebot, ein neues Bier hier für den Shop zu kaufen. Begleitet wurde das ganze mit einer Gratisaktion.
Grundsätzlich brauche ich, bei neuen Artikeln von denen ich überzeugt bin, keine Gratisware um das entsprechende Produkt zu bestellen, wozu auch. Ich bin ja erstmal überzeugt, dass der Artikel gut läuft und mir Mehrumsatz bescheren wird. Im schlimmsten Falle muss ich die Ware aufgrund von dem MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) abschreiben, was aber generell kein Beinbruch ist, denn neue Ware bestelle ich grundsätzlich nicht Palettenweise.
Aber zurück zum Text, die Neuheit war bzw. ist das erste unfiltrierte Bier ohne Alkohol. Gebraut mit Jahrhundertwasser und isotonisch wertvoll. Toll.
Ich, als Biertrinker, finde das ziemlich uninteressant. Nicht weil es Alkoholfrei ist, nein, weil ich es langweilig finde. Nein, es ist einfach nur ein naturtrübes, alkoholfreies Bier. Mehr nicht. Der Name ist relativ clever gewählt, aber langweilig. Bleifrei.
Das Design nicht Altbacken, aber auch nicht auffällig genug, es wird in einem klassischen Biersortiment, wie man es meist an Tankstellen vorfindet, mich Sicherheit untergehen.
Wer kann von den Kunden schon abschätzen, was sich in dieser Flasche, von bisher bekannten Fakten, ungefähr verbirgt? Ein Pils? Ein Altbier (Kommt übrigens von altus = hochgärig) oder ein Kölsch? Vielleicht auch nichts davon. Diese Ungewissheit wird, abgesehen vom letztendlichen Geschmack, mit sicherheit viele Kunden kosten. Und damit auch meinen Umsatz nicht ankurbeln.

Am Ende wird auch das Alkoholfrei kein Verkaufsargument sein, denn davon gibt es schließlich schon genug bekannte Produkte.

Sollte es nicht ein Renner werden, wie es zum Beispiel Mixery wurde, werde ich das Produkt hier wohl niemals mit aufnehmen. Trotzdem drücke ich mal die Daumen, dass ich nicht Recht behalte…

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