Eigentlich habe ich heute mit der Bestellung schon genug zu tuen, durch die Umplatzierung müssen die Bestände wesentlich erhöht werden, neue Produkte eingepflegt und Alte überprüft werden. Immerhin müssen über drei neue Regalmeter anständig befüllt werden. Für einen kleinen Shop mit 40m² ist das eine Menge Holz.
Dummerweise hat sich heute Morgen noch unsere einzigste Dieselsäule verabschiedet und das Kartengerät streikt auch in Regelmäßigen abständen, hat mich heute Morgen alles auch nur mehr als eine Stunde Arbeitszeit gekostet.
Je nachdem wie lange unsere Tanktechnikfirma nun braucht, geht das gehetze der Kunden natürlich weiter. Haben wir ja alles absichtlich Zerstört. Natürlich. Uns ist ja langweilig.
Der Brüller der Kunde vorhin: “Diese Tankstelle ist erst zwei Jahre alt. Da kann es jawohl nicht sein, dass die Zapfsäulen schon kaputt wären.” Klar, bei einer Umflaggung wird auch die Tanktechnik komplett ersetzt, kostet ja nichts. Das Zapfsäulen mindestens 15 Jahre laufen, dass Interessiert mich Sicherheit auch garnicht.
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Neulich in der Nachtschicht, 2 Reisebussen schlagen auf, gefühlte 150 Menschen im Shop. Großteil möchte eine Bockwurst. Gesagt getan, als die Busse fort sind erstmal den Wurstkocher aufgefüllt, Brötchen nachbacken, daily business. Dann ein Trucker: “Eine Bockwurst!” (Bitte und solche floskeln sind scheinbar überflüssig)
Ich: “Die sind leider alle noch kalt, höchstens lau, kann ich Ihnen etwas anderes anbieten?”
Trucker: “Was ist das jetzt für eine schei**e? Hab ich noch nie erlebt das ich keine Bockwurst bekomme!”
Ich: “Sie können gerne eine haben, die ist nur wie gesagt noch nicht heiss. Die Kocher arbeiten mit Wasserdamp das dauert so ca….”
Trucker: “Mir egal, was will ich mit einer kalten Wurst? Schei**e hier. Noch nie erlebt!”
Ich: “Kurz vor Ihnen waren zwei Reisebusse hier, die haben alles gekauft, ich kann nicht nachts 200 Würste vorhalten, die ich dann…”
Trucker: “Schei**e hier, war das letzte mal hier!”
Was soll man da noch sagen. Abgesehen davon das er wohl auch das erste mal da war, hatte er vllt einen schlechten Tag etc. aber ich weiss nicht. Ich bin recht besonnen und fahre nicht aus der Haut und denke mir meinen Teil, aber als er krakelend aus dem Shop lief konnte ich mir ein übertrieben freundlich/süffisantes “Gute Fahrt noch” nicht verkneifen.
Der Kunde ist der, der unseren Berufsstand ermöglicht und finanziert, er sollte wie ein König behandelt werden, er darf sich aber auch wie ein König benehmen.
Waaaasss?
Das ist ein Spruch aus den 50´er und 60´er des letzten Jahrhunderts!
Der Kunde ist mittlerweile Partner. Und genauso sollte er sich auch benehmen können. Einigen fällt das offensichtlich immer wieder schwer.
Leider muss ich auch immer wieder feststellen, was manche Kunden als selbstverständlich erachten. Das beste Beispiel ist natürlich der Ausfall der Kartenzahlung. Da kriegen einige Kunden “Hals” und meckern heftigst rum, dass man das doch können müsse. Schließlich sei die Scheckkarte ja ein offizielles Zahlungsmittel! Der freundliche Hinweis auf den falschen Inhalt dieser Aussage wird glatt überhört und man bekommt noch einen persönlichen Spruch ab.
Zum Glück kommt das nicht allzu oft vor!
Kartenausfall ist ein gutes Beispiel, hatten wir neulich verstärkt durch neue Hardware / Kassensystem. Letzten Endes haben wir einen Mitarbeiter raus geschickt der die Kunden möglichst VOR dem Tanken darauf hingewiesen hat, das keine Kartenzahlung möglich ist, weil die großen, in Signalfabren gehaltenen Hinweisschilder an den Zapfsäulen, auf Höhe der Preisanzeige von einigen Übersehen wurden, bzw. ignoriert. Den Verdacht hab ich auch manchmal, weil nach einigem hin und her doch das Geld noch Bar rüber kommt. Wie so oft beim leidigen Thema 500,- € – Schein..