Heute geht es los mit der neuen Werbeaktion an allen (teilnehmenden) star – Tankstellen. Zwei Snickers (Single) für 1€.
Okay, ich geb ja zu: Hatte jeder schonmal, gibt es auch genügend da draußen, aber das bedeutet ja nicht, dass man es nicht mehr machen darf/kann/sollte.
Wieso also nicht? Natürlich würde das bei uns an der Station einen mächtigen Margenverfall bedeuten, da wir aber einen angepassten Einkaufspreis in dieser Zeit bekommen, macht sich das nun nicht sonderlich stark bemerkbar, sondern bleibt in einem sehr guten und angenehmen Rahmen.
Dank meines Kassensystems war es ein einfaches rauszufinden, wie viele Snickers wir bis inkl. November verkauft haben.
(Für alle mit Huth Itas Vision: Artikelkartei öffnen, in der linken Spalte den grauen Reiter Artikelbewegung anklicken und dann einfach nur auf: Verkaufsstatistik im Hauptfeld auswählen.)
Wir hatten einen Monatsschnitt von 25 verkauften Snickers. Nicht viel, aber unser Shopgeschäft ist ja sowieso nicht das stärkste. Trotzdem waren es mehr als 80 Stück als im Vorjahreszeitraum.
Das Ziel müsste also mindestens 50 verkaufte Snickers sein. Prinzipiell belastet ja das eine Snickers mehr den Geldbeutel mit nur 21 Cent extra, also sind 50 Stück das unterste Minimum Ziel.
Ich denke realistisch Betrachtet eher an circa 100 – 120 Stück.
Aber rechnen wir uns das doch einfach mal aus, wieviel man zusätzlich Verkaufen müsste um die verlorene Marge wieder wett zu machen (Im nachfolgenden Fall rechnen wir übrigens mit 7% Ust.):
Fallbeispiel (keine reellen Zahlen):
Snickers, EK: 0,31€, Marge: 42%. VK somit: 0,47€. Netto-VK: 0,44€. Der Bruttoverdienst beträgt damit: 0,18€.
(Bruttoverdienst = Netto-VK * Bruttoverdient in % :100)
Somit haben wir bei 100 verkauften Snickers 18,00€ abzgl. Steuern verdient, nun haben wir allerdings eine geänderte Bedingung, da die Marge durch die Aktion natürlich wesentlich geringer wird.
Nehmen wir mal an, wir arbeiten mit der Industrie zusammen und der Vertreter gibt mir entweder a) einen Naturalrabatt – dh. er schenkt mir Ware was damit einer Preisanpassung gleich kommt – oder er veranlasst b) beim Lieferanten einen Preisnachlass.
Egal wie das laufen wird, wir nehmen mal an, dass wir nun statt 42% nur noch 32% Marge haben, uns fehlen also 10% vom Gewinn.
EK: 0,31€, Marge: 32%, VK: 0,50€ (Aktionspreis für ein Snickers, auch wenn es das so nicht gibt!), Netto-VK: 0,47€. BVD (Bruttoverdienst): 0,15€.
Bei 100 Stück wären das dann 15,00€ uns fehlen somit 3€ im gleichen Zeitraum. 3€ / 0,15€ = 20 Stück oder 10x die Aktion um den gleichen BVD zu haben.
Man sieht also ganz gut, dass die Aktion nicht allzu oft mehr verkauft werden muss, um den gleichen Verdienst zu erzielen, im Gegenteil: Sollte die Aktion sehr gut angenommen werden, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, sogar einen Mehr-Gewinn zu erzielen.
Aber lassen wir doch einfach in etwas mehr als vier Wochen, wenn die Zahlen vorliegen, diese auch für sich sprechen.
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