Kunde: “Nur das Bier bitte!”
Ich: “Gerne, darf es noch etwas sein?”
Kunde: “Nein, dass war es!”
Ich: “Das macht dann 1,70€ bitte, möchten Sie die Quittung?”
Kunde: “Nein, danke!”
Während er noch sein Kleingeld sortiert, steht eine Kollegin die zufällig tankte hinter ihm.
Ich: “Die zwei mit 50€, darf’s die Quittung sein?” – während der Kollegin die Ironie auffiel, merkte das der Kunde natürlich nicht.
Kunde: “Typisch, ist wohl jemand vor Gericht gezogen und ihr müsst jetzt wegen jedem Mist nach der Quittung fragen, gell?!”
Nein, so ist das natürlich nicht, aber viele vergessen das einfach und hätten die Quittung einfach trotzdem gerne. Immerhin habe ich praktisch keine Kunden mehr, denen ich aus dem Journal eine Quittung suchen und ausdrucken muss!
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habt ihr so eine “bedarfs-quittungs-regelung”, bei der nicht automatisch bei jedem kassiervorgang ein kassenbon gedruckt wird, um nicht so viel papier zu verbrauchen (wie in manchen supermärkten)?
warum eigentlich der angebotene zusatzverkauf, wenn der kunde sagt, dass er “nur das bier” möchte?
Die Frage lässt den Kunden über seinen aktuell getätigten Kauf hinaus bewusst nachdenken. Ggf. macht er sich bewußt, dass er, wo er schon mal gerade in der Tankstelle ist, noch etwas anderes mitnehmen kann.
So kann durch eine offensichtlich simple Frage der Deckungsbeitrag pro Bon/pro Kunde gesteigert werden.
Darüber hinaus trägt dies oftmals sogar zur Kundenzufriedenheit bei, da der Kunde das auch honoriert, wenn z.B. bei Tabak auch nach Papier gefragt wird, er sozusagen an einen wichtigen Zusatzkauf erinnert wird, den er vielleicht vergessen hätte.
Letzteres kann ich nur bestätigen – auch im LEH hatte ich Kunden oft noch nach Papier an der Kasse gefragt, wenn loser Tabak auf dem Band lag. Viele fanden das sehr nett, dass man mitdachte.