Jonathan [www] hat da eine Frage…
Salü,
lese seit kurzem deinen Blog mit und hätte da nun mal eine Frage. Und zwar hatte ich irgendwann mal einen Podcast gesehen wo es um den Ölpreis ging. Ich glaube es war sogar die Sendung mit der Maus, ist aber nicht so wichtig. Meine Frage jetzt. Wenn der Ölpreis alleine durch den Transport vom “Erzeugerland” hier nach Europa so rasant steigt, und die großen Lieferanten (also BP, Esso und so weiter) die Preise vorgibt, verdient man dann als Tankstelleninhaber dann überhaupt noch was am Sprit oder verdient man nur am Rest (also den Sachen ausm Shop)?? Lange Rede kurzer Sinn: Wie verdienst du deinen Unterhalt für Tankstelle usw.??
Also in Deutschland reden wir über circa 60% Steuern pro Liter des Kraftstoffes. Das kommt natürlich auf den Literpreis an, die Umsatzsteuer ist ja bekanntlich flexibel mit ihren 19%. Wogegen z.B. die Ökosteuer mit 15,4 ct., die Mineralölsteuer 50,1 ct. und der EEB (Erdölbevorratungsbeitrag) 0,46 ct. Festbeträge sind.
Nun kann sich jeder Ausrechnung, dass die Mineralölfirma noch einen guten Anteil haben will für Produktion, Förderung, Forschung, Marketing, Transport, Verwaltung und Personalkosten. Das steht ihnen ja auch zu.
Was bleibt für die Tankstelle? Hier muss zwingend zwischen den Betreiberformen unterschieden werden. Tankstelleneigentümer verdienen mehr, da diese wesentlich höhere Kosten beim Betrieb der Tankstelle haben. “Freie Tankstellen”-Pächter haben meist auch einen leicht höheren Kraftstoffverdienst.
Die Verdienste der A- und B-Tankstellenpächter liegen im unteren einstelligen Centbereich. Die B-Tankstellen haben, durch den “1-Cent”-Unterschied zu den A-Marken, eine geringere Marge, allerdings grundsätzlich auch einen höheren Kraftstoffabsatz als vergleichbare A-Marken. Was sich dann im Tagesunterschied nur marginal im Gesamtergebnis auswirken dürfte.
Und damit ist die Frage auch schon fast in Gänze beantwortet. Ja, unser Verdienst läuft über einen großen Teil über den Shop- und Waschstraßenumsatz. Da liegt unser großer Teil des Gewinnes.
