Archiv für die Kategorie „Kunden“

Und keiner mehr versteht es!

Mittwoch, 18. August 2010

Nehmen wir mal einen Beispielhaften Fall. Herr Müller, Herr Schulz und Herr Meier tanken.

Herr Müller an der Nummer 1, Herr Schulz an der Nummer 2 und Herr Meier an der Nummer 3. Durch zwei weitere Kunden im Shop, kann der Kassierer die Kunden nicht den Zapfsäulen zuordnen.
Herr Schulz kommt in den Shop: Einmal die 3 bitte. Er zahlt mit seiner EC-Karte 48,00€. Er verlässt den Shop, als auch die Nummer 3, Herr Meier, den Shop betritt. Da er Bargeld in der Hand hält, drückt der Kassierer direkt, die einzigste offene Säule – Nummer 1 – als bar ab. 65€.
Herr Meier beschwert sich natürlich, hat er doch für 17€ weniger getankt, als dem Mitarbeiter klar wird, dass Herr Müller die Säule von Herrn Meier bezahlt hat, rennt er raus um den Kunden noch zurückzuholen.

Vor dem Kassierer liegen jetzt zwei Quittungen! Einmal die EC-Kartenzahlung von Herrn Müller und einmal die Barquittung von Herrn Maier.
EC-Kartenzahlungen können, im Gegensatz zu Kreditkartenzahlungen, nicht mehr auf die Karte zurückgebucht werden. Das heißt also, wir müssen manuell über die Warengruppe Kraftstoffe, den Fehlbetrag von 17€ nachbuchen. Beleg Nummer drei läuft aus der Kasse.
Da wir nun keine original Tankung von Herrn Meier in der Kasse haben, die hat ja als allererstes Herr Müller bezahlt, wird auch hier eine manuelle Nachbuchung von den 48,00€ nötig. Beleg vier läuft aus der Kasse.

Herr Meier und Herr Müller haben nun bezahlt, nachdem Herr Schulz nun ewig Warten musste und seinem Unmut auch laut Luft ließ, hat dieser auch bezahlt. Genauso wie die drei anderen wartenden Kunden.

Wer nun ein bisschen aufgepasst hat, der wird merken, da stimmt im Moment was nicht.

Richtige Buchung 1: In Ordnung.
Richtige Buchung 2: Kein Geld bekommen, nur BAR abgedrückt.
Manuelle Buchung 3: Differenz per EC gebucht. OK.
Manuelle Buchung 4: Richtigen Betrag BAR kassiert.

Uns fehlt also die FÜNFTE Buchung: Warenrücknahme über die Warengruppe Kraftstoff zu Buchung 2.

Also liegen hier jetzt FÜNF Belege. Denn Fall beschrieben und vom Kassierer unterschrieben. Dass soll in zwei Jahren, im Falle einer Steuerprüfung, nochmal jemand nachvollziehen. m(

Toller Montag

Montag, 16. August 2010

Eigentlich habe ich heute mit der Bestellung schon genug zu tuen, durch die Umplatzierung müssen die Bestände wesentlich erhöht werden, neue Produkte eingepflegt und Alte überprüft werden. Immerhin müssen über drei neue Regalmeter anständig befüllt werden. Für einen kleinen Shop mit 40m² ist das eine Menge Holz.

Dummerweise hat sich heute Morgen noch unsere einzigste Dieselsäule verabschiedet und das Kartengerät streikt auch in Regelmäßigen abständen, hat mich heute Morgen alles auch nur mehr als eine Stunde Arbeitszeit gekostet.

Je nachdem wie lange unsere Tanktechnikfirma nun braucht, geht das gehetze der Kunden natürlich weiter. Haben wir ja alles absichtlich Zerstört. Natürlich. Uns ist ja langweilig.

Der Brüller der Kunde vorhin: “Diese Tankstelle ist erst zwei Jahre alt. Da kann es jawohl nicht sein, dass die Zapfsäulen schon kaputt wären.” Klar, bei einer Umflaggung wird auch die Tanktechnik komplett ersetzt, kostet ja nichts. Das Zapfsäulen mindestens 15 Jahre laufen, dass Interessiert mich Sicherheit auch garnicht.

Die machen das aber besser!

Freitag, 30. Juli 2010

Ein älterer Kunde, ich schätze ihn zwischen Mitte und Ende Siebzig, wollte eine Außen- und Innenreinigung haben. Bisher würde sein Nachbar das Auto mit zur Arbeit nehmen und Abends wieder bringen. Dort würde das Auto dann für 50€ gereinigt, er wäre schon sehr zufrieden mit der Arbeit dort, aber er hat dann den ganzen Tag kein Auto.
Ob ich ihm das machen könne. Natürlich, inklusive das Heimfahren und wieder Abholen des Herren, kein Thema.

Ich hatte also das Auto gereinigt, war kurz nochmal etwas besorgen und als ich wieder kam, stand der Mann schon am Auto.

“Das war wohl nix mit Sauber machen, oder?”
Wieso?
“Na ist ja nix gemacht worden!”
Darf ich Fragen, wie Sie zu der Annahme kommen?
“Na so Blind kann man doch nicht sein!!! Schauen Sie doch alleine mal HIER.”
Sie meinen in der Schiene, ganz hinten am Sitz?
“Genau!”
Da komme ich nicht dran, ohne den Sitz auszubauen!
“Die anderen haben das immer gemacht! Und hier, da ist auch noch Dreck!”
Hinter den Lüftungsschlitzen… Klar. Da auch noch!
“Und die Polster sind auch nicht gereinigt!”
Die Polster…
“Und die Leister zwischen Kofferraum und dem Deckel!”
Noch was?
“Nein, reicht ja auch!”
Guter Mann. Wissen Sie eigentlich, dass wir hier über 35€ reden? Dafür soll ich Sitze ausbauen, Polster reinigen und Lüftungsschlitze ausbauen? Ich habe nie behauptet, dass ich das mache. Der Dreck hier am Kofferraum. Sie haben recht, dass ist nicht gut und hier ist mir ein Fehler unterlaufen. Wenn Sie noch fünf Minuten Zeit haben, dann behebe ich Ihnen das!
“Aber die anderen machen das!”
Wo arbeitet ihr Nachbar denn, dass man das da für 50(!!!) Euro macht?
“Der Arbeitet in der Behindertenwerkstatt und die machen das dann den ganzen Tag!”

Ich hab dem Mann dann erklärt, dass ich hier raus bin. Ich meine, köperlich oder geistig Behinderte Menschen sind ja nicht zu Doof ein Auto zu putzen. Vielleicht ein bisschen langsamer. Wenn überhaupt.
Und für die ist das mit Sicherheit mal eine gelungene Abwechslung und wenn die Herren und Damen dann noch einen ganzen Tag das Auto putzen “dürfen” (Hoffe ich mal!), wie soll ich dagegen halten. Mit 35€?

Keine Zeit

Donnerstag, 15. Juli 2010

Seit ungefähr einem dreiviertel Jahr biete ich hier eine Außen- und Innenreinigung für Autos an, dass ganze mache ich eigentlich vor allem für mich.
Ich mache das tatsächlich ziemlich gerne, es entspannt einfach und bringt noch etwas Abwechslung in den Tag. Dabei muss gesagt werden und das bekommt auch jeder Kunde von mir, dass was ich hier mache, könnte jeder selbst machen. Die Leute ersparen sich dann im Endeffekt nur den Zeitaufwand, es geht hier nicht um eine Autoaufbereitung. Dazu fehlt mir zum einen das Equipment und zum anderen die Zeit.
Mittags mache ich ja generell selbst Kasse und Morgens muss die ganze Büroarbeit verrichtet werden, da kann ich nicht noch fünf bis sechs Stunden eine Aufbereitung machen, dass funktioniert zeitlich nicht.
Preislich ist das natürlich angepasst, 45€ für das ganze Paket. Vorwäsche mit Dampfstrahler für Außen, inklusive Waschen und Wachs sowie Unterbodenwäsche. Innen wird gesaugt und geputzt.
Zeitaufwand zwischen anderthalb und zwei Stunden. Preislich vollkommen Gut, finde ich zumindest. Erstkunden bekommen zusätzlich noch zehn Euro Rabatt.

Das ganze erklärte ich auch einer potentiellen Kundin, leider brauchte die Dame das Auto Morgens, Dienstag Mittags und auch Samstags. Ob ich das denn nicht Sonntags machen könne. Nein, kann ich nicht, will ich auch nicht.
Was sie denn außerdem machen solle, wenn ich zwei Stunden das Auto sauber mache. Sie könne ja nicht da Blöde rumstehen. Auf die Frage, ob sie denn nicht jemand holen könne, meinte sie nur: “Da muss dann ja jemand zwei Kilometer doof durch die Gegend fahren!”. Ja, gut, dann eben nicht…

Doppelt oder nicht doppelt?

Montag, 21. Juni 2010

Am letzten Dienstag war eine Dame hier und gab eine Kopie eines Zahlungsbeleges von uns hier ab. Sie am Abend zuvor schon mit der Kassiererin geredet, weil auf der Quittung, bezahlt mit einer Mastercard, zwei Tankbelege stehen. Beide um die 25€.
Sie hätte aber nur einmal getankt und daher möchte Sie den Betrag von uns wieder haben. Direkt.

Ich erklärte ihr, dass ich das Prüfen müsse und ihr nicht einfach Geld auszahlen kann. “Wieso denn nicht?”, die Sache wäre doch total klar. “Nein, ist Sie nicht. Es könnte auch sein, dass ihr Lebensgefährte, Bekannter oder ähnliches auch getankt habe. Sowas passiert öfter.”, ich muss nun die Tagesabrechnung checken, das Journal durchgehen und schauen was mit diesem zweiten Betrag passiert wäre. Ich schaute mir das Datum an und sah, dass die Tankung schon über vier Wochen her ist. “Das habe ich erst mit der Kreditkartenabrechnung gemerkt” sagte sie.
Das ändert nun aber alles nichts an der Geschichte, dass ich erst einmal prüfen muss, wohin das restliche Geld “verschwand”, wenn Sie es denn nicht war. Unterschrieben und Bestätigt hat Sie natürlich den höheren Betrag, obwohl “[...]ich noch nie für über 50€ getankt habe.”.

Die Kassiererin habe ich erst zwei Tage später erreicht und ich habe Sie gebeten, sich mal über das Wochenende Gedanken dazu zu machen. Aufgrund etwas wichtigerer Arbeit kam ich bis heute auch nicht dazu nach dem Geld zu schauen, dass steht heut aber relativ weit oben auf der Agenda.

Heute Morgen tankte die Kundin wieder und machte einen riesen Aufstand bei der Kassiererin, dass Sie das verrechnet haben will. Das die Mitarbeiterin, die über den Vorgang nichts wusste, dem Willen der Kundin keine Folge leisten konnte und durfte, verweigerte Sie das natürlich.

Vier Wochen Zeit haben zu Reklamationen, aber dann innerhalb weniger Stunden die Sache klären wollen. No Way.