10. Mai 2010 ~ 1 Kommentar

Lesen hilft zum richtigen Ergebnis

Produktbeschreibung von unserem Kaffeeautomat:

Latte Macchiato – Milchschaum mit einem Fleckchen Espresso

Auszug aus Kundenbeschwerden und meine Antworten in Fett:

Das ist mir zu wenig Espresso. – Das tut mir leid, ich werfe ihnen nochmal 80 ct ein und sie bekommen nochmal extra Espresso.

Das ist mir zuviel Milch. Ich will weniger. – Das tut mir leid. Aber dann müssten Sie sich bitte ein anderes Produkt aussuchen. Hier ihre 80 ct.! – Nein, dann lasse ich es, dummer Automat!

Wieso ist in dem Becher nur Milchschaum? Der ist Kaputt! – Sie haben den Becher leider zu früh aus dem Automat gezogen, die Milch wird sich erst setzen gelassen und danach kommt der Espresso. Das dauert immer 30 Sekunden länger. Hier ihre 80 ct.

Warum haben Sie denn noch nicht mal Zucker? – Doch, haben wir. Bitte rechts unten am Automaten, dort wo ZUCKER steht, die Schublade herausziehen. Danke!

Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich auf jeden 5. Kaffee einen umsonst herausgeben muss, aufgrund Kundenversagen. Die Antwort lautet wohl schlicht und einfach: JA! Und zwar freundlich dazu!

3. Mai 2010 ~ 5 KommentareKommentare

Schwierige Hilfe

Ein Kunde rief an und teilte mir mit, dass er gestern Mittag bei uns getankt hätte. 40 Liter. Dabei wäre der Tank doch noch zu einem Viertel gefüllt gewesen. Das könnte also alles garnicht stimmen. Er fährt das Auto seit 15 Jahren und hat das noch nie erlebt. Das hätte er der etwas korpulenterin Mitarbeiterin auch beim Bezahlvorgang erzählt. Außerdem hätte kurz zuvor ein Jeep an der Zapfsäule gestanden um Diesel zu tanken, aber irgendwie ging das nicht und danach habe er getankt, da müsse was Schief gelaufen sein.

Ich kann die Kunden nachvollziehen, die erstmal nicht verstehen wieso zuviel getankt wurde. Ich nehme solche Beschwerden ersteinmal auch Ernst. Allerdings haben sich die Vorfälle bisher immer aufgeklärt. Davon abgesehen, dass die Prozentzahl der Kunden die sich über Mengenabweichungen beim Tankvorgang beschweren fast gegen Null tendieren.

Man muss bei jedem Fall verschiedene Ansätze in Betracht ziehen. Zum einen Temperaturschwankungen und damit die Dehnung des Kraftstoffes. Okay, bei einem Auto meist vernachlässigbar, allerdings bei sehr genauen Kunden eine Teillösung. Wir hatten es die letzten Tage sehr warm, gestern der erste kältere Tag. Da kann mal ein Liter “verschwinden”. Ich betone: Kann.
Jedesmal wenn wir Kraftstofflieferungen bekommen, werden zwei Werte angegeben die abgegeben wurden. Einmal die Literzahl bei der momentanen Temperatur und einmal bei 15°C.
Bei einer Schwankung von 0,4°C reden wir hier immerhin von ca. 0,5%.

Ein weiterer Teilbereich können Reservetanks im Auto sein, die nicht im Handbuch aufgeführt sind. Teilweise werden diese über einen kleinen Knopf im Tankbereich “freigegeben”. Plötzlich können fünf bis zehn Liter mehr in den Tank gefüllt werden, meistens unabsichtig durch eine falsche Bewegung des Zapfhahns.

Auch nicht zu Vernachlässigen ist, dass gerade ältere Autos noch Schwimmer im Tank haben, der Schwimmer also den Tankstand ins Cockpit “sendet”. Steht man mit dem Auto nun Bergab oder Bergauf, ist teilweise die Tanknadel ein paar Minuten auf einem falschen Stand, bis das Auto wieder ausreichend lange in horizontaler Richtung bewegt wurde und der Schwimmer den korrekten Stand neu versenden kann.

Teilweise wird auch vergessen, dass man den Stand vor circa über 100km abgelesen und sich gemerkt hat.

Kommen wir nun zu dem Fall, dass die Zapfsäule ein Eichproblem hat. Das kann theoretisch natürlich passieren, aber das habe ich in den letzten zehn Jahren nicht einmal mitbekommen oder erlebt. Deswegen kommt in einem festen Rhytmus das Eichamt und eicht die Säulen neu. Laut EU-Gesetzen gibt es auch eine gewisse Toleranzgrenze zugunsten der Mineralölgesellschaften bzw Tankstelleneigentümern.

Außer diesen Argumenten, kann ich dem Kunden immer nur anbieten, unseren 5-Liter-Kanister zu nehmen und dort 5 Liter hinein zu tanken. Der Wert sollte dem Kunden ja schonmal weiterhelfen, für den Rest müsste er sich mit der MÖG auseinandersetzen.
Klar rufen wir auch gerne das Eichamt an, sollten diese aber feststellen, dass alles Okay ist mit den Säulen, dann wird das dem Kunden in Rechnung gestellt.

19. April 2010 ~ 1 Kommentar

So kann das nichts werden

Eine Mitarbeiterin kommt ins Büro:
“Patrick, kannst du grad mal mit an die Wachstraße kommen? Das Auto ist noch ganz Schaumig und überhaupt nicht Trocken!”

Ich gehe also mit und was mir bei dem Kleinwagen als erstes auffällt, ist das das Heck überhaupt nicht gewaschen wurde. Weder Wasser, geschweige denn irgendeine Bürste hat das Auto von hinten gesehen. Ich gehe also etwas um das Auto herum, aber… was zur Hölle?

“Warum steht das Auto denn soweit hinten? Da fehlen ja locker zwei Meter bis zur Haltegrenze…

Die Mitarbeiterin: “Sie stand ganz vorne, ich hab sie sogar noch eingewunken, weil sie nicht wusste wie das geht.
Also drückte ich ganz Sanft von hinten gegen das Auto und siehe da, es rollte nach vorne.

“Gute Dame, sie haben weder Handbremse angezogen noch den Gang drin, dass kann so nicht funktionieren. Haben Sie denn nicht bemerkt, dass die Waschanlage ihr Auto nach hinten drückt?”

Sie schaute mich nur etwas verwirrt an, eine Antwort gab Sie mir allerdings nicht.
Nagut, Auto nach vorne geschoben, Handbremse angezogen und auf meine Kosten nochmal Waschen lassen. Jetzt passt das Ergebnis wenigsten…

1. April 2010 ~ 2 KommentareKommentare

Neben dem Auto

Ich stehe an der Kasse, kassiere gerade einen Kunden und warte bis dieser seine Geheimzahl eingegeben hat, mein Blick schweift dann immer ein bisschen über das Tankfeld. Ich schaue vorbei an der Zapfsäule Nummer 2, wo die Kunden zwischen Auto und Zapfsäule liegt und dann weiter Richtung Ausfah… STOP. Blick nochmal zurück zur Zapfsäule 2. Da liegt tatsächlich eine Kundin Regungslos zwischen Auto und Zapfsäule. Verdammt.

Ich eile also schnell raus zu der Dame und in diesem Moment sieht auch eine weitere Kundin die Dame dort liegen, in diesem Moment sehe ich auch, dass die Dame nicht regungslos dort liegt, sondern versucht aufzustehen.

Ich: “Hallo? Kann ich Ihnen helfen? Was ist passiert?”
Kundin: “Ich doofe Nuss bin ausgerutscht und auf mein Knie gefallen. Das geht gleich wieder!”
Kundin2: “Können wir Ihnen hoch helfen?”
Kundin: “Nein, ich bin zu schwer!”

Naja, die Dame war leicht Übergewichtig, aber bei einer Körpergröße von 1,60m ist das ja auch nicht so viel im Gesamten.

Die Kundin und ich halfen der Dame also wieder hoch und die Dame war die Sache sichtlich peinlich.

Ich: “Geht es wieder?”
Kundin: “Ja, kein Thema. Ach, sowas doofes!”
Ich: “Ist es hier glatt?”
Kundin: “Nein, meine Schuld. Ich bin auf den Bordstein, der um die Zapfsäule ist, nicht richtig drauf getreten, sondern so halb und dann bin ich ausgerutscht.”

Ohje.. zum Glück ging es der Dame schnell besser. Schock!

1. April 2010 ~ 3 KommentareKommentare

Platzmangel

Meine Kassiererin drückt mir eben einen Zettel in die Hand, mit dem Kommentar: “Das lag vor der Kasse!”.

Meine Tochter ist 15. Wenn du sie auch nur noch einmal schräg anschauen solltest, nehme ich einen Regenschirm und spanne ihn in deinem Ar*** auf

Ja… Was soll ich dazu noch sagen?

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