Archiv für die Kategorie „Sonstiges“

Am Ende kriegen wir dich doch!

Freitag, 6. August 2010

Eine Kollegin von mir, hat in der nächsten Großstadt eine große, zentral gelegene Tankstelle. Die Schichten sind permanent mit zwei, in den Stoßzeiten sogar mit drei Mitarbeitern besetzt.
Für solche Tankstellen sind natürlich verläßliche Mitarbeiter von nöten, vor allem aber ein oder zwei die auch mal im Krankheitsfall von Chef oder Cheffin das Ruder übernehmen können. Angefangen von der einfachen Bestellung bis hin zum Geldtransit zur Bank. Auf diese Leute muss man sich 100% verlassen können. Entsprechend werden diese natürlich ausgebildet und auch bezahlt.

Die Kollegin dachte, sie hätte einen Riesenfang mit Frank (Name geändert) gemacht. Tankstellenerfahren, jung, dynamisch und belastbar. Der perfekte Mitarbeiter.
Bis es auf einmal Anfing, dass Massenweise Brötchen verschwanden. Nun herauszufinden, wo das Leck ist, ist nicht ganz so einfach. Jeder Mitarbeiter kennt die Kameras, das Kassensystem und natürlich den Chef. Wer betrügen will, der kann das auch. Lange.
Am Ende, wird er jedoch auffliegen, so oder so. Es kommt nur auf den Zeitraum an. Wir sind hier nicht bei einer großen Supermarktkette, die für solche Fälle extra Revisoren beschäftigen und täglich nichts anderes machen, als Betrüger in den eigenen Reihen aufzuspüren.
Es gingen noch drei, vier Wochen ins Land und die Kollegin hatte das Leck gefunden: Frank.
Was man ihm nachweisen konnte, waren Lapalien. Der Schaden betrug bis dahin umgerechnet weit mehr als 10.000€.

Sie recherchierte, wo er denn davor gearbeitet hatte und fand eine Tankstelle in einer anderen Großstadt. Auch da lief die Geschichte wohl so ab wie bei ihr. Einschleimen, alles machen, alles tuen. Alles zur 100%igen Zufriedenheit. Dann, als er endlich alles kannte, klaute er. Und zwar nicht nur bei der Chefin, nein, auch bei den Kollegen. Hier mal 20 Euro aus der Kasse, dann mal da. Bluten mussten immer die anderen. Kollegenschwein.

Ein paar Wochen war er verschwunden von der Bildfläche. Nachweisen konnte man ihm nur die Tat mit ein paar Brötchen, nichts großes. Kein Eintrag in das Führungszeugnis. Lapalien für den Gesetzgeber.
Plötzlich tauchte er an einer anderen Tankstelle wieder auf, durch Zufall erfuhr es die Kollegin. Sie rief direkt bei der Tankstelle an, erzählte die Geschichte von ihr und dem früheren Arbeitgeber von Frank. Schockzustand auch da. Er? Frank? Nein, er sei so Nett und kann doch alles. Außerdem wollen Sie morgen endlich mal wieder eine Woche in Urlaub fahren. Sie fuhren direkt zur Kripo, denn Frank hatte sich mit dem Ausweis eines Freundes anmelden lassen, ja nicht unter dem eigenen Namen. Als sie zurück zur Tankstelle kamen, war Frank nicht mehr da. Er hatte wohl die Nummer der Kollegin auf dem Telefondisplay gesehen und wusste was los war. Zu der zweiten Kassenschicht sagte er, er müsse dringend weg. Probleme Zuhause. Von wegen.
Er kam auch nie wieder, besser ist das!

Heute Morgen rief die Kollegin bei mir an. Er würde nun anscheinend in meinem Nachbarort an einer freien Tankstelle arbeiten, ob ich den Kontakt herstellen könne. Natürlich kann ich! Ich rief dort an, kenne den Chef natürlich und schilderte ihm die Situation. Oje. Ob ich mir sicher wäre? Zu 95%. Wie heißt der Kerl denn? Frank! Dann bin ich mir sicher. Ihm wären schon Inventurdifferenzen aufgefallen, aber er hätte nicht gedacht, dass er das sei. Er arbeite doch schon vier Monate dort.

Nett, charmant, freundlich. Man muss die Leute nur um den Finger wickeln können. Aber, Frank, egal wo du hier im Umkreis hingehst, wir werden dich finden und alles erzählen.
Die ganze Geschichte. Bei Leuten wie dir, würde ich mir manchmal gerne die Finger schmutzig machen, aber nein, für Leute wie dich, da lohnt sich das ganze nicht. Wir erzählen einfach immer und immer wieder deine Geschichte. Irgendwann, wird auch der Gesetzgeber merken, wer du bist. Und ein geeignetes Strafmaß finden und einen Eintrag ins Führungszeugnis.

Updates sind nicht immer gut

Donnerstag, 29. Juli 2010

Einer der größten, wenn nicht sogar der größte, Kassenhersteller für Tankstellen hat gestern für seine Kassen ein Update verteilt. Durch dieses Update werden aber im Moment die Leitungen unseres Dienstleisters für Kartenabrechnungen blockiert, da geht im Moment wenig. Das hat natürlich zur Folge das es zum einen Probleme bei der Kartenzahlung gibt, zum anderen wickelt unsere Mineralölgesellschaft über diese Firma auch die Übertragung der Wettbewerbsdaten ab, wir bekommen dadurch also im Moment keine Preisgenehmigungen.

Wie früher also wieder Umstellen per Hand, Kartenzahlungen zwei oder drei Minuten später nochmal probieren und hoffen, dass dann alles glatt läuft.
Kann man sowas vorher nicht testen und berechnen?

Alkoholverkaufsverbot bleibt bestehen

Montag, 12. Juli 2010

In Baden-Würtemberg wurde beschlossen, dass es ein Alkoholverkaufsverbot in der Nacht gibt, dass heißt von 22 – 5 Uhr darf kein Alkohol über die Ladentheke gehen.
Viele wehrten sich natürlich dagegen und so wurde auch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht, allerdings haben die Richter die Klage erst garnicht angenommen.
Udo Vetter vom Lawblog [www] erklärt:

Durch die angegriffene Regelung seien die Bürger auch nicht unzumutbar beeinträchtigt. Der Einschränkung der Handlungsfreiheit stünden die Schutzgüter der Gesundheit sowie der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gegenüber, denen ein hoher Stellenwert zukomme.

Vielleicht kommt der ein oder andere irgendwann darauf, dass man nicht alles und jeden Maßregeln sollte.

Nicht zuviel reden…

Mittwoch, 23. Juni 2010

Ich war gestern mit meiner Freundin in einer großen Möbelhauskette, bekannt durch günstige Preise. Das das nicht zwingend mit Problemen bei der Ware zusammen hängt, beweist eigentlich mein Schreibtisch und mein Kleiderschrank.
Wir waren also gestern wieder bei ROLLER, weil Gildo Horn so toll dafür singt wir ein neues Sofa brauchen.
Nach einer Weile schauen und gucken, Probesitzen und Preisvergleichen haben wir uns auf eine Couch verständigt, die uns immerhin noch 700€ kostet.
Da wir zum einen die Couch haben wollten, als auch noch Fragen hatten gingen wir zum “Info-Punkt” für die Abteilung. Die Dame war alleine auf weiter Flur und so stand vor uns schon eine Dame und direkt hinter uns auch schon wieder drei Leute.
Nach etwa zehn Minuten Wartezeit waren wir dann dran… (Ich, wie immer in FETT)

Hallo, wir hätten gerne diese Couch…
“Ist aber nicht da, kann ich ihnen gleich sagen…”
Das macht auch nichts…
“…die kostet dann 699€!”
Und wenn ich einen von den anderen Musterbezüge möche, kostet das dann mehr?
“Ja.”


Okay und wieviel?
“10% vom Kaufpreis der Couch!”
Okay, bleiben wir dann doch bei dem Standartbezug, der ist schon okay. Kostet das Liefern etwas?
“Ja.”


Gut, wieviel denn? Und was würde der Transporter denn kosten?
“Die Preise stehen da vorne. (Sie meinte hinter ihrem Bildschirm) Und der Transporter 100€ Kaution und pro 15km…!”

Ja nicht zuviel reden, ja nicht zuviel reden…

Eher schlechter, als besser

Mittwoch, 26. Mai 2010

Wie ich schon geschrieben habe, war vor anderthalb Wochen ein Techniker vor Ort, der uns das Kassensystem geupdatet hat und gleichzeitig das neue PayPass-System installierte.
Damals habe ich auch versprochen, noch Bilder nachzureichen. Das will ich in dem ersten Schritt dann auch tuen:

PayPass
Entschuldigt für die schlechte Qualität…

Gleichzeitig wurde das Kassensystem vom WEAT Version 5 auf Nummer 6 geupdatet. Als Kartenlesegerät kommt ein ICP-Terminal zum Einsatz. Eine Mischung, die man an sehr vielen deutschen Tankstellen finden dürfte.

Nun einigten sich irgendwelche Gremien anscheinend auf neue Standarts bei der Kartenzahlung und diese sind durch WEAT auf Version 6 umgesetzt worden und hier fangen meine Probleme an.
Kreditkarten benötigen Teilweise die PIN-Nummer, was in Zukunft verstärkt auftreten soll. Dummerweise sagt das den Kunden anscheinend keiner, dass diese eine “PIN-Kreditkarte” besitzen.
Wieso man überhaupt auf PIN-Nummern setzt und gleichzeitig Beträge unter 25€ ohne Unterschrift verlangt, bleibt wohl ein Geheimnis der Klugen.

Unser Kassenhersteller hat dabei noch Routinen in der Kasse verändert, dass heißt ich sehe nicht mehr, was der Kunde am Kartenterminal machen muss. Nach der alten Logik, wäre das auch kein Problem gewesen. Karten mit Chip blieben im Terminal während des Vorgangs und der Rest kam direkt wieder raus.
Nach den neuen Regeln gibt es allerdings keine ersichtbare Logik mehr. Hier hat Huth allerdings Abhilfe mittels eines Updates versprochen.

Nervt. Alles.