
Nun, wo das Thema LPG vom Tisch ist, steht der nächste “Umbau” auf dem Plan: E-Peilung!
Aber was ist das Überhaupt? Gehen wir vom klassischen System aus. Der Pächter, Stationär, Tankwart möchte wissen was in seinen Kraftstoff noch an Inhalt ist. Er geht also raus zu den Domschächten, zieht den Deckel ab, holt den meist drei Meter langen Peilstab aus den Tanks und schreibt sich die Zahl auf bis wohin die Flüssigkeit reicht. Ähnlich der Peilung des Ölstandes am PKW – nur viel größer!
Bei sechs Tanks vergehen also gute fünfzehn Minuten und nun setzt man sich mit seinen sechs Peilzahlen an die Peiltabelle und schreibt sich anhand der Peilzahlen die entsprechenden Liter auf.
Wer verschieden große Tanks hat, braucht für jeden Tank eine extra Peiltabelle, da der stand “83″ auf dem Peilstab bei einem 10.000 Liter Tank eine andere Bedeutung hat, wie bei einem 20.000l oder 30.000l Tank.
Somit vergehen also gut zwanzig Minuten bis man seine reelen und physischen Stände der Tankinhalte hat.
Der zweite Weg ist der, sich das über die Zählerstände auszurechnen, d.h. am Anfang steht der Zähler bei 1000 – Tankinhalt 20.350l.
Nun gibt man das in ein spezielles Programm ein, rechnet die Ab- und Zuflüsse (Beladung durch Tanklaster) ein und kann sich somit die Tankinhalte berechnen. Allerdings ohne den Einfluss der Wärme bzw Kälte und damit das zusammenziehen bzw ausdehnen des Produktes. Also viel Theorie, viel getippe und man darf auch nie vergessen mal eine Beladung durch den Tanklaster einzugeben. Sonst ist die Liste dahin.
Seit ein paar Jahren gibt es auch die Möglichkeit der sogenannten E-Peilung – Elektronische Tankinhaltsmessung. Das macht es einfacher, besser, schöner, schneller. Perfekt.
Der einfache Weg der Beschreibung. Sonde aus der Verpackung, ab in den Tank, Kabel durch Leerrohre an die Kasse ziehen, Kasse kurz programmieren. Fertig. Taste drücken und automatisch kommt der Füllstand in Liter durch einen Bonausdruck auf den Tisch. Inklusive der Grad-Angabe in Celsius und der Wasserstand in mm auf der Kraftstoffoberfläche.
Praktisch muss man die Sonde erstmal in den Tank bekommen, dort die Technik befestigen, die Kabel auch wirklich durch die Leerrohre bekommen und dann irgendwie zur Kasse.
In der Praxis fängt das große Problem immer bei den Leerrohren an. Wenn die mal ein paar Jahre unter der Erde mit viel Feuchtigkeit und Druck von allen Seiten lagen, dann bricht das PVC Rohr mal gerne, Sand läuft von oben rein und damit hat sich die Sache erledigt. Da kommt kein Kabel mehr durch, vor allem wenn das verschlammt, vermatscht und vermost. Der Tod jedes Leerrohres. Aufbuddeln bringt meist auch nicht mehr viel, denn ob die wirklich beim Bau so gelegt wurden wie man es in den Bauplan einzeichnete, ein Lotteriespiel.
Da wird es meist einfacher und billiger, wenn man den kürzesten Weg zur Kasse aufflext und das Kabel dort verlegt. Am Ende macht das aber wesentlich mehr Dreck und Krach, abgesehen von den platzlichen Einschränkungen auf dem hiesigen Gelände.
Aber warten wir es ab, Mitte September ist es soweit. Und zum Schluss: Domschacht von Innen. Blick auf die Tankoberseite!
NACHTRAG: Zum ersten Bild, die Tauchpumpe dient zum abpumpen von Wasser im Domschacht das bei Regen grundsätzlich eindringt. Der Schlauch geht von dort zum Schlammfang, natürlich nicht auf die Wiese.

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Veröffentlicht in Wartung/Reperatur