16. Juli 2010 ~ 1 Kundenmeinung

Hören was ich sage

Ich bin wirklich nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, gerne erkläre ich einem Kunden acht Mal ein bestimmtes Problem bis er es verstanden hat. Aber irgendwann platzt auch mir der Kragen.
Wir haben hier einen Stammkunden, der Generell und an allem zu Meckern hat. Ich hab keine Ahnung, warum er trotzdem hier Zeitschriften, Benzin und Wäschen kauft, wenn doch alles hier so Doof ist. Nicht das es ihm an alternativen Mangeln würde, aber gut.
Der Kunde kaufte sich eine Wäsche und kam danach zur Kassiererin, weil die Felgenwäsche anscheinend nicht funktioniert hat. Nach Rücksprache mit mir, sollte der Kunde einfach ein zweites Mal waschen lassen, dass löst das Problem grundsätzlich.
Die Kassiererin verfolgte dann die Wäsche und auch diesmal fuhren die Radwäscher nicht aus. Bis dahin hatte die Maschine schon 20 Wäschen problemlos hinter sich gebracht.
Was genau das Problem war, wusste ich bis dahin nicht, wollte aber rausgehen und mir das Problem nochmal selbst anschauen, gleichzeitig standen schon wieder zwei neue Autos vor der Anlage, als ich vom Büro aus den Kunden reden höre:
“Die Waschanlage ist kaputt. Da können Sie nicht waschen!”

Der hat doch nicht… hat der wirklich? Zur Hölle. Ich beeile mich also raus, bevor der mir jetzt Kunden vergrault.

Herr Schmidt (Name geändert!), haben Sie gerade wirklich anderen Kunden gesagt das die Maschine kaputt wäre?
“Ja und? Ist Sie doch auch!”
Erstens ist das nicht Ihre Sache und zweitens haben wir heute schon sehr viele Autos Problemlos gewaschen. Sparen Sie sich in Zukunft solche Kommentare bitte!
“Ja aber die Anlage macht das nicht richtig!”
Allerdings nur bei ihrem Fahrzeug.
“Aber es geht doch einfach nicht. Ich hab schon zweimal gewaschen!”
Herr Schmidt, dass habe ich auch niemals bezweifelt. Ich habe nie gesagt das sie Lügen oder das ihr verschulden ist!
“Die Anlage ist kaputt, da kann keiner mehr Waschen!”
Doch, alle. Das ist ein Problem mit Ihrem Fahrzeug. Leider. Aber nicht ihre Schuld, ich muss nun schauen wieso das explizit nur bei Ihnen nicht funktioniert.
“Ich hab extra die Felgen eingesprüht!”
Das tut mir auch leid, aber ich kann es im moment nicht ändern, zumindest ist der Felgenschaum durch die Hochdruckdüsen weggesprüht.

Und wieder dreht er sich zu den anderen Kunden…
“Aber hier kann keiner mehr waschen!”
Herr Schmidt, es reicht mir jetzt mit Ihnen. Nochmal ganz langsam: ES. GEHT. NUR. UM. IHR. AUTO. Hören sie auf anderen Leuten Flöhe ins Ohr zu setzen. Verstehen wir uns da langsam? Ich werde sonst wirklich sauer.
“Aber das geht hier doch alles nicht…!”
Wissen sie was? Sie fahren jetzt direkt ihr Auto aus der Anlage, holen sich an der Kasse ihr Geld ab und fahren einfach, ich hab keine Lust mehr. Sie wollen es nicht verstehen.

Dann hab ich ihn stehen lassen und die Wäsche des nächsten Kundenautos verfolgt und siehe da, alles ging. Der Techniker ist natürlich trotzdem verständigt, wieso das nicht funktioniert hat.

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18. Juni 2010 ~ 3 KundenmeinungenKunden

Das war vorher noch nicht!

Eigentlich wollte ich diese Woche ja nicht mehr Bloggen, aber okay, geht nicht anders!

Die Kassiererin kommt ins Büro:
“Patrick, da beschwert sich eine Frau über die Waschanlage. Die hätte ganz viel schwarze Flecken vorne auf dem Auto.”

Okay, schauen wir uns das doch mal an. Sollte es bei soetwas wirklich an unserer Waschanlage liegen, müssen folgende Bedingungen gegeben sein:
1. Flecken komplett über das Auto verteilt.
2. Die Flecken sind direkt löslich, quasi mit Wasser abspülbar.
3. Alle Flecken die sich Wölben, also eine größere Ansammlung sind, können NICHT von der Anlage kommen.

Unsere Chemie ist FLÜSSIG. Das bleibt diese auch NACH dem Auftragen auf das Auto.

Ich komme also zu der Kundin und siehe da, dicke, dunkelbraune Flecken verteilt auf der rechten Seite der Motorhaube. Sie steht da schon mit einer zweiten Kundin die nun in die Anlage wollte.

Ich: “Gute Dame, diese Flecken können NICHT von unserer Anlage sein. Sehen Sie Mal, ich bekomme das kaum mit dem Fingernagel ab.”

Kundin: “Das war vorher aber nicht, dass hätte ich doch gesehen!”

Kundin2: “Schmieren Sie vielleicht die Kette mit Öl?”

Ich: “Natürlich schmieren wir die Kette. Das Schmierfett ist aber a) hellbraun und b) leicht aufgetragen. Das hier sind zusammengerechnet locker 50g Schmierfett. Soviel mache ich im Monat nicht auf die Kette.
Das hier ist eingetrockneter Dreck. Die Oberfläche ist durch Wasser und Chemie leicht klitschig, der Rest unten drunter ist komplett hart und festgetrocknet. Sie sehen auch hier ein paar Stellen, an denen noch Ränder sind. Dort ist die Verunreinigung abgespült worden, aber zu mehr hat es dann nicht mehr gereicht, dass würde nun beim zweiten Mal waschen abgehen!”

Kundin: “Aber das war vorher nicht. Das muss von hier stammen!”

Ich: “Das ist nicht von der Anlage. Das hier sieht aus wie alter Vogelschiss und ich verwette alles darauf, dass es genau das auch ist. Aber gut, wir brauchen hier nicht diskutieren. Ich hole einen Schwamm und einen Lappen. Dann mache ich ihnen das Weg, fahren dann auf MEINE Kosten nochmal durch die Anlage und danach wird das Auto sauber sein. Aber von der Anlage war das trotzdem nicht…!”

Man vergesse nun nicht, es ist WM. Die Werkstatt macht Feierabend, gerade als ich wieder vor dem Auto stehe – die Kundin ist nochmal aus der Anlage gefahren – läuft der Geselle vorbei: “Ich wusste doch das der Vogeldreck nicht abgeht!”.

Ich: “WAS? Du hast das gesehen?”
Geselle: “Klar. Konnte man ja aus drei Kilometern sehen, so voll wie das Auto war.”
Kundin: “Wirklich? Ich hab nix gesehen!”
Geselle: “Unglaublich…”

Die zweite Kundin gesellte sich kurz davor wieder zu uns… “Naja. Vielleicht ist das auch während der Fahrt passiert!”.

Der Geselle und ich schauen uns an, denken aber wohl das gleiche: “Nein. Wirklich nicht.”, aber gut, was solls. Die Dame durfte nochmal Waschen, ich habe vorher die Flecken entfernt.

*sing* Manchmal, aber nur manchmal, haben Kunden ein paar Schläge gern… *sing*

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10. Mai 2010 ~ Keine KundenKunden

Waschtag: Fazit

Was habe ich gehofft und gebetet: Bloss keinen Regen! Bitte, alles außer Regen am Samstag. Was wäre dieser Waschtag für ein Reinfall geworden. Aber, und da war mir Petrus Hold, es gab keinen Regen. Überwiegend zwar dunkle Wolken und ein bisschen Wind, aber das konnte uns ja von nichts abhalten.
Mit Kärcher, Grill und 100 Bratwürstchen bewaffnet standen wir ab acht Uhr bereit um dem Dreck den Kampf anzusagen und was soll ich sagen? Es war wirklich gut und schön!
Hin und wieder zeigte sich die Sonne und das bescherte uns auch einen stetigen Kundenfluss. Wir haben quasi von halb Elf bis um vier Uhr durchgewaschen. Keine Leerlaufzeiten, kein Warten.
Etwas verhagelte uns der gefallene Spritpreis noch das Waschgeschäft, denn durch die vielen wartenden Kunden, hatten viele keine Lust sich zur Waschanlage durchzukämpfen.
Und hier muss ich auch die Manöverkritik an mir selbst auslassen: Ideen finden, wie die Kunden schnell und einfach zur Waschanlage kommen.
Ich danke somit auch meiner weltbesten Freundin, dass sie mich Anfangs noch überreden musste mitzumachen, im Nachhinein aber nichts bereue und den ganzen Tag eine große Hilfe war und ist.
Wir haben somit am Samstag über 60 Autos gewaschen, was einem Zeitfaktor von 5 Stunden Dauerwaschen entspricht. Vielen Dank auch an meinen Bruder und meine Mutter, die den ganzen Tag helfend zur Seite standen!

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19. April 2010 ~ 1 Kundenmeinung

So kann das nichts werden

Eine Mitarbeiterin kommt ins Büro:
“Patrick, kannst du grad mal mit an die Wachstraße kommen? Das Auto ist noch ganz Schaumig und überhaupt nicht Trocken!”

Ich gehe also mit und was mir bei dem Kleinwagen als erstes auffällt, ist das das Heck überhaupt nicht gewaschen wurde. Weder Wasser, geschweige denn irgendeine Bürste hat das Auto von hinten gesehen. Ich gehe also etwas um das Auto herum, aber… was zur Hölle?

“Warum steht das Auto denn soweit hinten? Da fehlen ja locker zwei Meter bis zur Haltegrenze…

Die Mitarbeiterin: “Sie stand ganz vorne, ich hab sie sogar noch eingewunken, weil sie nicht wusste wie das geht.
Also drückte ich ganz Sanft von hinten gegen das Auto und siehe da, es rollte nach vorne.

“Gute Dame, sie haben weder Handbremse angezogen noch den Gang drin, dass kann so nicht funktionieren. Haben Sie denn nicht bemerkt, dass die Waschanlage ihr Auto nach hinten drückt?”

Sie schaute mich nur etwas verwirrt an, eine Antwort gab Sie mir allerdings nicht.
Nagut, Auto nach vorne geschoben, Handbremse angezogen und auf meine Kosten nochmal Waschen lassen. Jetzt passt das Ergebnis wenigsten…

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9. März 2010 ~ 3 KundenmeinungenKunden

Nach fest kommt ab

Immer wieder kommen “Waschkunden” in den Shop und bitten uns um Hilfe, denn die Antenne des Autos sitzt fest.
Erst probieren wir natürlich die Antenne mit der Hand abzudrehen, aber teilweise sitzen die so fest, dass wir zur Zange greifen.
Zum Schutz des Gummis am Sockel (zumindest befindet sich meist eine Gummiummantelung am unteren Ende) legen wir ein Tuch darum und drehen kurz mit der Zange die der resistenten Antenne den nötigen “Gang” gibt.

Letzte Woche war oben beschriebener Fall wieder hier und statt das das Gewinde sich bewegte, brach es einfach ab. Gut, die Kundin konnte ordentlich Waschen, aber befriedigt war sie auch nicht… Unverständlich, oder?

Spass beiseite. Ich hatte in der einen Hand meine Zange, in der anderen die abgebrochene Antenne.
Die Kundin war äußerst wütend darüber, aber was sollte ich machen? Ich versprach ihr natürlich Ersatz zu besorgen, dazu bräuchte ich allerdings den Fahrzeugschein. Allerdings war die Dame so in Rage, dass ich verstand, sie hätte den nicht dabei. Ich versprach ihr das Ersatzteil binnen 48 Stunden vor Ort zu haben und es ihr dann auszutauschen. Auf meine Kosten natürlich.

Sie wolle am Montag dann vorbeikommen und dann den Rest klären. Damit war ich einverstanden und gestern war sie dann auch da und wollte den Austausch haben. Direkt.

Ich erklärte ihr nochmal, dass ich ohne Fahrzeugschein nichts bestellen könne. Das war ihr zwar nicht Recht, händigte mir ihn dann aber doch aus.

Ein kurzer Anruf bei unserem Hyundai-Händler genügte und die 50€ teure Antenne mit Fuss ist am Donnerstag da. Da bin ich mal auf den Einbau gespannt…

Nun noch eine kurze Frage an die zahlreichen Kollegen die hier im Blog mitlesen:
1. Kommt ihr dem Kundenwunsch nach und schraubt die Antenne ab?
2. Was macht ihr bei festsitzenden Antennen?
3. Wie würdet ihr Verfahren, wenn die Antenne abbricht? Selbst ersetzen? Dem Kunden erklären, dass er “Pech” habe?
Danke im vorraus!

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