8. Februar 2012 ~ Keine KundenKunden

Gerichtsfest

Kunde: “Nur das Bier bitte!”
Ich: “Gerne, darf es noch etwas sein?”
Kunde: “Nein, dass war es!”
Ich: “Das macht dann 1,70€ bitte, möchten Sie die Quittung?”
Kunde: “Nein, danke!”

Während er noch sein Kleingeld sortiert, steht eine Kollegin die zufällig tankte hinter ihm.

Ich: “Die zwei mit 50€, darf’s die Quittung sein?” – während der Kollegin die Ironie auffiel, merkte das der Kunde natürlich nicht.

Kunde: “Typisch, ist wohl jemand vor Gericht gezogen und ihr müsst jetzt wegen jedem Mist nach der Quittung fragen, gell?!”

Nein, so ist das natürlich nicht, aber viele vergessen das einfach und hätten die Quittung einfach trotzdem gerne. Immerhin habe ich praktisch keine Kunden mehr, denen ich aus dem Journal eine Quittung suchen und ausdrucken muss!

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1. Februar 2012 ~ Keine KundenKunden

Schlecker

Ich war das erste Mal heute wieder bei unserem Schlecker seit der Insolvenzmeldung. Die Regale gewohnt leer, wie seit Wochen, Zigaretten gibt es immer noch keine und ja, er sieht nicht so toll aus wie unser dm im Ort.
Aber wisst ihr was? Ich wurde noch nie in irgendeinem Schlecker auch nur ansatzweise unfreundlich bedient. Noch nie!

Selbst heute, wenn die Laune mal schlecht sein dürfte – oder müsste? -, die Damen haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Natürlich, die Mädls haben nicht soviel zu tuen wie in einem anderen Drogeriemarkt und sind gerne für ein Schwätzchen bereit, aber wer so kurz davor ist auf der Straße zu stehen, der muss nicht mehr die beste Laune haben. Und trotzdem war heute alles wie immer. Immerhin werden Schlecker Märkte relativ oft im Branchenvergleich Überfallen, Marktschließungen machen immer und immer wieder die Runde, genauso von ausgelagerten Arbeitsplätzen in Zeitarbeitsfirmen zu schlechteren Konditionen.

Ich glaube, egal ob Schlecker in Zukunft noch Schlecker, IhrPlatz, “4UVorOrt” oder sonst einen Namen hat, dass Kapital von Schlecker sind die Damen an der Kasse. Denn da, können die Martbegleiter noch von Schlecker eine Scheibe abschneiden. Oder zwei.

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31. Januar 2012 ~ 2 KundenmeinungenKunden

Innovationen

Ich halte ja unter anderem das Pressegrosso für ein unglaublich innovationsarmes Gewerbe. Prinzipiell funktioniert heute noch alles wie in den 80ern. Täglich kommen neue Zeitschriften, die alten werden Retoure geschickt und dann wird alles gegeneinander verrechnet.
Einmal die Woche gibt es eine Rechnung und je nachdem wie viele Zeitungen/Zeitschriften verkauft wurden, wird die Menge nach oben oder unten abgepasst.
Sollten wir neue Zeitschriften bestellen wollen, kann man im Service-Center anrufen und dort die Lieferung auslösen!

Soweit so gut, aber gleichzeitg auch: so gleich so langweilig. Innovationsfreude? Wofür denn, dass Geschäft kann und darf ihnen ja keiner wegnehmen!

Aber dann, wenn man so gar nicht mehr damit rechnet, genau in diesem Moment schlägt der Grossist auf und präsentiert für den Handel eine Webplattform mit allen Zeitungen/Zeitschriften/Magazinen/Bücher/DVD’s/Fachzeitschriften die der Grossist führt und/oder Bestellen kann. YEAH!
Zum stöbern und bestellen und mit Anzeige ob wir den entsprechenden Artikel schon beziehen! Gutes kann so einfach sein!

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17. Januar 2012 ~ Keine KundenKunden

Erotik

Unser Ort hier liegt zwar kurz vor der Stadt, hat knappe 7500 Einwohner, aber trotzdem darf man die Lage hier als ländlich bezeichnen.
Umgeben von Rhein und Weinbergen darf man hier gut leben ohne den Anschluss an die Stadt zu verlieren. Immerhin steht man in 15 Minuten in der Mainzer Innenstadt und in 30 Minuten in einem beliebigen Frankfurter Parkhaus.

Das bedeutet aber auch, dass ein nicht kleiner Teil unserer Kundschaft eben auch äußerst konservativ ist. Pornos sind böse.

Nun war Mitte Dezember ein “Fliegender Händler” zum Tanken hier und sprach mich an, ob wir denn nicht Interesse an Erotik-DVDs und Zeitschriften hätten. Er sah meine Bedenken aufgrund des Ortes und der zugehörigen Kundschaft ein und bot mir an, ein kleineres Sortiment zum ausprobieren zusammmen zu stellen.
Bezahlt werden muss zwar gleich, wenn er aber im April diesen Jahres wiederkommen würde, nimmt er es zurück – vorausgesetzt wir haben so gut wie nichts verkauft.

Ich persönlich habe keine Probleme mit den Produkten. Mir ist es lieber wenn jemand seinen Trieb damit befriedigt, als Nachts auf der Straße herumzuschleichen. Das ist eine ganz einfache Rechnung für mich.
Allerdings bin ich trotzdem von dem Ergebnis des Verkaufes nicht wirklich überzeugt. Meiner Meinung nach wird das hier vor Ort einfach nicht laufen – im Gegensatz zu der Stadt.

Selbst im Jahr 2012 schämen sich noch Kunden oder Kundinnen für den Kondomkauf. Wie soll das erst mit Hardcore-Erotik funktionieren?
Aber siehe da, wir haben in nun vier Wochen etwas mehr als zehn Prozent der Produkte abgesetzt. Wenn das so weitergeht, haben wir im April nur noch Restbestände hier liegen. Teilweise unverkäuflich, weil ausgepackt oder kaputt. Nicht schlecht…!

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12. Januar 2012 ~ Keine KundenKunden

Blick vom Dach

Ich hab zwar keine direkte Höhenangst, trotzdem löst es in mir Unwohlsein aus, per Leiter fünf Meter auf das Tankstellendach zu gehen.
Aber was muss, dass muss eben. Ein Regenwasserablauf war anscheinend so voll mit Laub und Dreck, dass das Wasser am Dachbalken neben den Zapfsäulen sich wieder rausdrückte. Schlecht, sehr schlecht.

Da mich jeden Tag auch tausende von Leuten fragen: “Patrick, wie sieht es eigentlich auf dem Tankstellendach aus?”, gibt es Bilder.

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